Hundekrankheiten-Datenbank
Alle erblichen und verbreiteten Erkrankungen beim Hund — mit Tests, betroffenen Körperregionen und Rassen, bei denen sie vermehrt vorkommen.
Filter
- ModeratAllgemein / StoffwechselAutosomal-dominant
Achondroplasia
Achondroplasie ist eine genetisch bedingte Wachstumsstörung des Skelettsystems, die zu einer Fehlentwicklung der langen Röhrenknochen in den Beinen führt. Bei dieser autosomal-dominant vererbten Erkrankung wächst der Körperstamm normal, während die Gliedmaßen stark verkürzt bleiben. Ursächlich hierfür sind bestimmte Genveränderungen (sogenannte FGF4-Retrogene), die das normale Knochenwachstum hemmen.
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Achromatopsia-2, CNGA3-related(ACHM)
Achromatopsie ist eine erbliche Erkrankung des Auges, bei der die für das Tageslichtsehen verantwortlichen Zellen in der Netzhaut, die sogenannten Zapfen-Photorezeptoren, nicht richtig funktionieren. Dies führt dazu, dass betroffene Hunde bei hellem Licht nahezu blind sind, während ihr Sehvermögen in der Dämmerung normal bleibt.
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Acrochordonous plaque
Diese Erkrankung betrifft die Haut des Hundes und äußert sich durch gutartige Hautanhängsel, die aus Bindegewebe und der äußeren Hautschicht bestehen. Es handelt sich um harmlose Wucherungen, die nicht bösartig entarten. Sie entstehen durch lokale Gewebeveränderungen und sind für das Tier gesundheitlich unbedenklich.
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Acromegaly
Akromegalie ist eine Störung des Hormonsystems, bei der ein Überschuss an Wachstumshormonen zu einem unnatürlichen Wachstum von Knochen, Organen und Gewebe führt. Zur Diagnose wird in der Regel der sogenannte IGF-1-Wert im Blut bestimmt, welcher einen wichtigen Wachstumsfaktor misst. Bei Hunden wird dieser Zustand häufig durch hormonelle Veränderungen bei unkastrierten Hündinnen ausgelöst.
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Adaptation, environment, generic
Dies beschreibt die genetisch beeinflusste Fähigkeit des Nervensystems, sich an verschiedene Umweltreize anzupassen. Es handelt sich nicht um eine klassische Erkrankung, sondern um eine biologische Veranlagung zur Empfindlichkeit gegenüber der Umgebung. Bei einer verringerten Anpassungsfähigkeit kann der Hund neue Reize schlechter verarbeiten und reagiert empfindlicher auf Veränderungen.
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Addison-Krankheit und multiples Autoimmunsyndrom, RESF1-assoziiert
Diese Erkrankung ist eine erbliche Fehlfunktion des Immunsystems, die beim Nova Scotia Duck Tolling Retriever auch als juvenile Addison-Krankheit (JADD) bekannt ist und mit dem RESF1-Gen zusammenhängt. Dabei greift die körpereigene Abwehr fälschlicherweise die Nebennieren an, sodass diese keine lebenswichtigen Hormone mehr herstellen können. Dies führt zu einer schweren hormonellen Unterfunktion im gesamten Körper.
Details ansehen - SchwerAllgemein / StoffwechselAutosomal-rezessiv
Afibrinogenaemia or hypofibrinogenaemia(FI)
Diese Erbkrankheit, auch als AFG bekannt, betrifft das Blutgerinnungssystem des Hundes. Dabei kann der Körper das Protein Fibrinogen, auch bekannt als Gerinnungsfaktor I, gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen herstellen. Ohne dieses wichtige Protein kann das Blut bei Verletzungen nicht richtig verklumpen, was die natürliche Wundheilung verhindert.
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Agenesis, renal
Bei der Nierenagenesie fehlt einem Hund von Geburt an eine oder beide Nieren, weil sich das Organ während der Trächtigkeit im Mutterleib nicht richtig entwickelt hat. Die Nieren sind wichtige Filterorgane, die das Blut reinigen und Giftstoffe über den Urin ausscheiden. Fehlen beide Nieren, ist dies tödlich, während Hunde mit nur einer Niere oft normal leben können, da diese die Funktion teilweise übernimmt.
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Aggression
Aggression ist ein komplexes Verhaltensproblem, das das Nervensystem und das Gehirn des Hundes betrifft. Es entsteht durch ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, der Regulierung von Botenstoffen im Gehirn und äußeren Umwelteinflüssen. Es handelt sich dabei nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um eine vielschichtige Reaktion auf Reize.
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Alanine aminotransferase, reduced activty(ALT)
Dies ist keine Krankheit, sondern eine genetische Besonderheit, die zu einer geringeren Aktivität des Leberenzyms Alanin-Aminotransferase (ALT) im Blut führt. Enzyme sind Proteine, die chemische Reaktionen im Körper beschleunigen, und ALT dient in der Tiermedizin als wichtiger Marker für die Lebergesundheit. Für Tierärzte ist dieses Wissen wichtig, da ein scheinbar normaler ALT-Wert bei diesen Hunden eine tatsächliche Lebererkrankung maskieren kann.
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Alexander Krankheit(AxD)
Die Alexander-Krankheit ist eine schwere, vererbbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei kommt es zu einer Fehlbildung der Myelinschicht, also der schützenden Hülle um die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark. Ohne diese intakte Schutzschicht können Nervensignale nicht mehr richtig übertragen werden.
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Alloimmune hämolytische Anämie des Neugeborenen(NI)
Bei dieser Erkrankung greift das Immunsystem der Mutter die roten Blutkörperchen der neugeborenen Welpen an. Dies geschieht über Abwehrstoffe (Antikörper) in der ersten Muttermilch, dem sogenannten Kolostrum, wenn Mutter und Welpen unverträgliche Blutgruppen haben. Die betroffenen roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blutkreislauf wichtig sind, werden dabei zerstört.
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Alloxan-diabetes
Alloxan-Diabetes ist eine schwere Form der Zuckerkrankheit, bei der die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört sind. Dies führt zu einem absoluten Mangel an Insulin, einem Hormon, das für die Regulierung des Blutzuckerspiegels notwendig ist. Es handelt sich hierbei um ein wissenschaftliches Modell zur Erforschung von Typ-1-Diabetes und nicht um eine natürliche, vererbbare Hundekrankheit.
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Alopecia areata
Alopecia areata ist eine seltene, komplexe Autoimmunerkrankung der Haut bei Hunden. Dabei greift das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise die Haarfollikel, also die Haarwurzeln, an. Dies führt zu Haarausfall, beeinträchtigt jedoch nicht die restliche Gesundheit des Tieres. Da die Vererbung komplex ist, gibt es derzeit keinen Gentest für diese Erkrankung.
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Alpha-1-Antitrypsin-Mangel(AATD)
Bei dieser Erkrankung fehlt dem Hund ein wichtiges Schutzprotein namens Alpha-1-Antitrypsin, das normalerweise die Organe vor körpereigenen Abwehrstoffen schützt. Ohne dieses Protein greifen bestimmte Enzyme das Gewebe der Leber an und schädigen es dauerhaft. Dies führt zu einer chronischen Entzündung und Vernarbung dieses lebenswichtigen Organs.
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Amelia
Amelia ist eine angeborene Fehlentwicklung des Skelettsystems, bei der eine oder mehrere Gliedmaßen, also die Beine, vollständig fehlen. Diese Entwicklungsstörung entsteht bereits im Mutterleib während der frühen Wachstumsphase des Embryos. Bei einigen Rassen wie Chihuahuas kann dies speziell als beidseitiges Fehlen der Vorderbeine auftreten.
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Ameloblastoma
Ein Ameloblastom ist ein seltener, meist gutartiger Tumor des Zahngewebes im Kiefer des Hundes, der jedoch das umliegende Knochengewebe aggressiv zerstören kann. Da dieser Tumor durch spontane Veränderungen in den Zellen (somatische Mutationen) entsteht, gibt es dafür keine genetischen Tests. Zur sicheren Diagnose sind eine Gewebeprobe und eine Computertomographie des Kiefers notwendig.
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Analdrüsen-Erkrankung
Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Verstopfung, Entzündung oder zu Abszessen (schmerzhaften Eiteransammlungen) der Analbeutel, die sich neben dem After befinden. Diese Beutel produzieren ein Sekret zur Reviermarkierung, das normalerweise beim Kotabsatz abgegeben wird. Wenn dieser Abfluss blockiert ist, staut sich die Flüssigkeit im Drüsensystem an und kann zu schmerzhaften Infektionen führen.
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Analsackdrüsenkarzinom(AGASACA)
Das Analsackdrüsenkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Drüsen, die sich in den Analbeuteln neben dem After des Hundes befinden. Diese Krebsart betrifft das Drüsensystem und neigt dazu, sich in die umliegenden Lymphknoten auszubreiten. Zudem kann der Tumor Stoffe freisetzen, die zu einem gefährlich erhöhten Kalziumspiegel im Blut führen.
Details ansehen - ModeratAllgemein / StoffwechselX-chromosomal
Androgen-Insensitivitäts-Syndrom (AIS)(AIS)
Das Androgen-Insensitivitäts-Syndrom ist eine genetisch bedingte Störung der Geschlechtsentwicklung. Aufgrund eines Defekts an den Empfängerstellen (Rezeptoren) für männliche Hormone kann der Körper diese Signale nicht verarbeiten. Dadurch entwickeln sich die äußeren Geschlechtsorgane weiblich, obwohl das Tier genetisch männlich ist und im Körperinneren Hoden besitzt.
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Anencephaly/Exencephaly
Dies ist eine schwere Fehlbildung des Nervensystems, die während der Entwicklung im Mutterleib entsteht. Dabei schließen sich die Schädeldecke und die Haut darüber nicht richtig, sodass Teile des Gehirns ungeschützt freiliegen oder gar nicht erst ausgebildet werden. Da es sich um einen komplexen Erbgang handelt, spielen wahrscheinlich mehrere Gene eine Rolle, für die es aktuell keine Gentests gibt.
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Aneuploidy, monosomy, sex chromosome(XO)
Bei dieser genetischen Besonderheit fehlt einer Hündin ein weibliches Geschlechtschromosom, sodass sie nur ein X-Chromosom statt der üblichen zwei besitzt. Dies beeinträchtigt vor allem die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane und das Hormonsystem des Hundes. Zur sicheren Diagnose wird eine Chromosomenanalyse, die sogenannte Karyotypisierung, als wissenschaftlicher Goldstandard eingesetzt.
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Aneuploidy, trisomy, sex chromosome XXX(XXX)
Bei dieser genetischen Besonderheit haben weibliche Hunde drei statt der üblichen zwei X-Chromosomen (Geschlechtschromosomen). Diese Abweichung in der Erbinformation, auch Aneuploidie genannt, betrifft vor allem die Fortpflanzungsorgane. Sie entsteht durch einen zufälligen Fehler bei der Zellteilung vor der Geburt.
Details ansehen - ModeratAllgemein / StoffwechselUnbekannt
Aneuploidy, trisomy, sex chromosome XXY(XXY)
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine seltene Abweichung der Chromosomen, also der Träger der Erbinformationen. Männliche Hunde besitzen hierbei ein zusätzliches weibliches Geschlechtschromosom (XXY statt XY). Dies betrifft vor allem die Fortpflanzungsorgane und führt dazu, dass sich die Hoden nicht normal entwickeln können.
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Angeborene Leberfibrose
Bei dieser angeborenen Erkrankung der Leber bildet sich im Organ übermäßig viel Bindegewebe, was als Fibrose bezeichnet wird. Dieses Gewebe behindert den normalen Blutfluss und schränkt die Funktion der Leber zunehmend ein. In der Folge kommt es zu einem erhöhten Blutdruck in den Lebergefäßen und einem fortschreitenden Funktionsverlust des Organs.
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