Der Silken Windhound ist im Alltag ein Hund der sanften Extreme: Draußen ein blitzschneller Jäger, drinnen ein absoluter Couch-Potato. Du musst dir immer bewusst sein, dass es sich im Kern um einen Windhund handelt. Er hat Jagdtrieb, der vor allem auf Bewegungsreize anspringt (Sichtjäger). Ein völlig entspannter Freilauf im offenen Wald ist daher nicht immer und überall möglich. Du brauchst idealerweise Zugang zu sicher eingezäunten Hundeauslaufgebieten oder gesicherten Wiesen, wo er regelmäßig richtig Gas geben und sprinten kann. Normale Runden an der kurzen Leine reichen ihm auf Dauer nicht aus, um körperlich und geistig ausgelastet zu sein.
In der Wohnung ist die Rasse hingegen unglaublich angenehm, fast schon katzengleich. Dank seiner mittleren Größe lässt er sich wunderbar auch in einer Etagenwohnung halten, solange er draußen auf seine Kosten kommt. Er bellt in der Regel wenig und liebt es, sich auf dem weichsten Sofa-Kissen zusammenzurollen. Die Erziehung erfordert Fingerspitzengefühl: Mit Härte erreichst du bei diesem sensiblen Hund gar nichts, außer dass er das Vertrauen in dich verliert. Konsequenz gepaart mit positiver Bestärkung ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Und die Fellpflege? Viele Hundefreunde schrecken vor dem seidigen Langhaar zurück, aber der Pflegeaufwand ist im Alltag erstaunlich gering. Der Haarausfall liegt auf einer Skala lediglich bei 2 von 5 (leicht bis moderat). Das feine Fell neigt kaum zum Verfilzen und hat keinen starken Eigengeruch. Ein- bis zweimaliges, gründliches Bürsten pro Woche reicht völlig aus, um den seidigen Glanz zu erhalten und lose Haare zu entfernen.