Die Entscheidung für diese Rasse sollte sehr wohlüberlegt sein. Der Schipperke hat ein hohes Energielevel und fordert neben körperlicher Bewegung auch ordentlich geistige Auslastung. Er lernt unfassbar schnell, nutzt seine hohe Intelligenz aber auch gerne mal aus, um deine Regeln in Frage zu stellen. Liebevolle Konsequenz ist hier das absolute Zauberwort.
Wohnungshaltung und Wachhund-Instinkte
Grundsätzlich ist der Schipperke stadttauglich, aber du musst dir seiner Vergangenheit bewusst sein. Es liegt ihm im Blut, sein Rudel und sein Revier zu bewachen. Jedes ungewohnte Geräusch im Treppenhaus oder am Gartenzaun wird gerne und ausdauernd bellend kommentiert. Wenn du in einer hellhörigen Mietwohnung lebst, erfordert dieses Verhalten von Tag eins an ein klares Training, um Konflikte mit den Nachbarn zu vermeiden.
Fellpflege und Familie
Das dichte, schwarze Fell mit der üppigen Unterwolle schützt den Hund hervorragend vor Wind und Wetter, bedeutet für dich aber auch einen gewissen Pflegeaufwand. Besonders während des Fellwechsels haart der Schipperke ordentlich. Regelmäßiges, gründliches Bürsten ist Pflicht, um Verfilzungen der Unterwolle zu verhindern und die fliegenden Haare im Wohnzimmer zu reduzieren.
Innerhalb der Familie ist dieser kleine Belgier extrem anhänglich, treu und lustig. Mit älteren Kindern, die die Rückzugsorte und Grenzen eines Hundes respektieren, kommt er wunderbar zurecht. Bei der Zusammenführung mit anderen Hunden oder Haustieren ist eine frühe Sozialisation extrem wichtig, da der selbstbewusste Schipperke gerne mal den Chef markiert – auch bei deutlich größeren Artgenossen.