Der Bichon ist ein absoluter Anpassungskünstler. Durch seine extrem hohe Stadttauglichkeit eignet er sich hervorragend für die Wohnungshaltung. Er ist ein Familienhund durch und durch: Seine Kinderfreundlichkeit sucht ihresgleichen, und auch mit anderen Hunden im Haushalt kommt er meist hervorragend aus.
Seine Trainierbarkeit ist exzellent. Da Bichons sehr intelligent sind und ihren Menschen gefallen wollen, lernen sie Tricks und Grundgehorsam rasend schnell. Dennoch solltest du folgendes beachten:
- Energielevel: Er ist kein hyperaktiver Hund, aber ein mittleres Energielevel bedeutet, dass er tägliche, spannende Spaziergänge braucht, um geistig und körperlich ausgelastet zu sein.
- Alleinbleiben: Da sie extrem menschenbezogen sind, neigen Bichons zu Trennungsangst. Wenn du täglich acht Stunden außer Haus arbeitest, ist diese Rasse nicht die richtige Wahl für dich.
Die Wahrheit über das Fell: Wenig Haarausfall, hoher Pflegeaufwand
Oft wird der Bichon als "allergikerfreundlich" beworben. Das stimmt teilweise, denn er verliert fast keine Haare. Das bedeutet jedoch im Umkehrschluss: Das dichte, etwa 7 cm lange, lockige Fell mit seiner weichen, doppelten Unterwolle fällt nicht von alleine aus. Es wächst stetig weiter.
Der Pflegeaufwand ist dementsprechend hoch. Du musst deinen Bichon täglich bürsten und kämmen, um schmerzhafte Verfilzungen bis auf die Haut zu vermeiden. Zudem steht alle sechs bis acht Wochen ein Besuch beim Hundefriseur an. Die Fellpflege erfordert Zeit, Geduld und auch ein gewisses Budget.