Gesundheits-Leitfaden
Welche Tests sind Pflicht, woran erkennt man verantwortungsvolle Zucht — und was kostet es, wenn es schief geht.
Wir haben für den Australian Silky Terrier 0 Pflichtuntersuchungen und 3 empfohlene Tests aus Zuchtordnungen, der Universität von PEI (CIDD) und OMIA zusammengetragen — gewichtet nach Schwere und Erblichkeit.
Was die Note bedeutet
Der Australian Silky Terrier ist eine vergleichsweise robuste kleine Rasse mit einer insgesamt geringen Krankheitslast. Dennoch sollten Käufer auf rassetypische Risiken wie Patellaluxation (Kniescheibenluxation) und die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit achten. Da für diese Erkrankungen im Verband keine strengen Pflichtuntersuchungen vorgeschrieben sind, ist die gezielte Nachfrage beim Züchter nach freiwilligen Untersuchungsergebnissen der Elterntiere hier besonders wichtig.
Jede Rasse ist anfällig für bestimmte Erkrankungen — viele davon sind erblich. Genau wie beim Menschen erben Hunde diese Anlagen von ihren Eltern. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchttiere auf diese Veranlagungen und stimmen Verpaarungen so ab, dass das Risiko für die Welpen sinkt.
Nein — aber sie sind das wirksamste Werkzeug, das wir haben. Ernährung, Bewegung, Umfeld und Genetik beeinflussen alle, ob eine Krankheit ausbricht. Wenn Züchter die richtigen Tests einsetzen, sinkt die Wahrscheinlichkeit vieler Erkrankungen deutlich.
Es gibt keine Universal-Lösung. Beim Australian Silky Terrier sind aktuell 0 Pflichttests verbreitet, dazu 3 weitere empfohlene Tests. Welche das genau sind und welche Schwellenwerte zählen, zeigen wir weiter unten.
Wichtig zu wissen
Für viele Erbkrankheiten existieren noch keine zuverlässigen Screening-Tests. Bei komplexen, polygen vererbten Erkrankungen sagen Tests die Ausprägung beim Welpen nicht immer voraus. Trotzdem sind sie ein mächtiges Instrument verantwortungsvoller Zucht.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Gesundheitstests:
Untersuchen die DNA des Hundes auf bekannte krankmachende Mutationen. Sie sind schon ab Welpenalter durchführbar und liefern eine binäre Aussage (frei / Träger / betroffen).
Klinische und bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Augenspiegelung. Sie zeigen, wie sich eine Anlage tatsächlich beim Hund auswirkt — meist erst ab 12–18 Monaten aussagekräftig.
Wir gruppieren Zuchtprogramme nach Tiefe der Gesundheitstests in drei Stufen. Frag deinen Züchter direkt, welches Level er erfüllt.
Ein Züchter auf Level Sehr Gut testet alle Pflichttests plus 3 weitere klinisch empfohlene Untersuchungen, die das Risiko bei dieser Rasse senken.
Zusätzlich zu den Pflichttests:
Legg-Calvé-Perthes-Krankheit(LCPD)
Bewegungsapparat
Die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit ist eine schwere Erkrankung des Hüftgelenks, die vor allem kleine Hunderassen betrifft. Durch eine lokale Durchblutungsstörung stirbt der Kopf des Oberschenkelknochens allmählich ab und verformt sich. Ohne ausreichende Blutversorgung bricht die Knochenstruktur in sich zusammen, was zu einer schmerzhaften Gelenkentzündung führt.
Roentgen · Bestanden: Normal
Patellaluxation(PL)
Bewegungsapparat
Bei einer Patellaluxation rutscht die Kniescheibe aus ihrer normalen Gleitrinne im Kniegelenk. Dies ist eine mechanische Fehlbildung des Bewegungsapparates, bei der die Führung der Kniescheibe nicht stabil ist. Ohne Behandlung kann das wiederholte Herausspringen zu dauerhaftem Gelenkverschleiß (Arthrose) und Schmerzen führen.
Physisch · Bestanden: Grade 1 or better
Globoid cell leukodystrophy (galactocerebrosidosis)(GCL)
Nervensystem
Die Globoidzell-Leukodystrophie ist eine schwere, erblich bedingte Stoffwechselerkrankung des Nervensystems. Durch einen Mangel an einem bestimmten Enzym wird die schützende Hülle um die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark abgebaut. Ohne diese Schutzschicht können Nervensignale nicht mehr richtig übertragen werden, was zu schweren neurologischen Schäden führt.
DNA · Bestanden: Clear or Carrier
Die Levels sind ein Vergleichsrahmen, kein offizielles Zertifikat. Sie helfen, Züchterprogramme nüchtern zu vergleichen.
Eine vollständige Checkliste mit allen Pflicht- und empfohlenen Tests, Identitäts- und Aufzucht-Fragen — direkt zum Mitnehmen.
Zur vollständigen ChecklisteFür Züchter
Maschinenlesbare Verpaarungsregeln, Mindestalter, Prüfschemata und die Anforderungen für die Verifizierung auf HonestDog — als ausdruckbarer Leitfaden.
Beispiel-Regel — Hüftdysplasie (HD-FCI)
Beide Elterntiere müssen für Hüftdysplasie (HD-FCI) getestet sein und ein bestandenes Ergebnis vorweisen.
Wir sammeln die Pflichttests aus offiziellen Zuchtordnungen und veterinärwissenschaftlichen Datenbanken — und prüfen jeden hochgeladenen Befund auf Echtheit.
L1 = aus Zuchtordnungen verpflichtend. L2 = empfohlen oder klinisch indiziert. L3 = niedrige Prävalenz. Jede Zuordnung trägt eine Quelle und einen Vertrauenswert.
VDH-Zuchtordnungen, CIDD (Universität von PEI), OMIA (Universität Sydney), kuratierte tierärztliche Eingaben.
Hochgeladene Befunde werden per KI extrahiert und durch unser Team auf Echtheit, Datum und Ergebnis geprüft.
Beim Australian Silky Terrier sind aktuell 0 Tests durch die einschlägigen Zuchtordnungen verpflichtend. Die häufigsten sind —. Jeder Test muss vor der Verpaarung durchgeführt sein und das Ergebnis muss innerhalb des durch die Zuchtordnung festgelegten Bereichs liegen.
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